Baustellenabsicherung und Bewachung

Baustellenabsicherung und Bewachung

Jedes Jahr steigt die Zahl der durch Diebstahl und Vandalismus verursachten Schäden auf Baustellen. Dabei geht es den Tätern schon lange nicht mehr darum, einfach nur Baumaterial zu entwenden. In der heutigen Zeit hat man es mit gut strukturierten Banden von Buntmetalldieben und Hehlern von Baumaschinen zu tun.

Dabei kommt es auch nicht mehr auf die Größe der Maschinen an. Selbst Radlader mit 10tonnen Gewicht wurden schon entwendet und wurden nie wieder gesehen.

Auch erleben wir immer wieder, wie organisierte und strukturierte Banden Baumaterial auf großen Baustellen entwenden. Oftmals ist das Vorgehen dieser Banden auch an Dreistigkeit nicht zu überbieten. So wurde z.B. im April 2014 auf dreisteste Weise 37 Badewannen von Markenhersteller Villeroy & Boch aus einem Hotelneubau in Frankfurt am Main entwendet. Dabei kamen die Diebe am helligten Tag mit einem großen Lastwagen auf die Baustellen. Der Bauleitung erzählte einer der Täter, dass es sich um eine Fehllieferung handle und die richtige Ware auf einer anderen Baustelle wäre. Um diese zu bekommen, müsste hier schnell aufgeladen werden und dann würde der LKW auch schnell wieder mit den richtigen Badewannen zurückkommen. So kam es dazu, dass die gesamte Baumannschaft beim Aufladen mithalf und der LKW schnell wieder verschwinden konnte. Leider traf nie ein anderer LKW mit Ware ein….

Alleine durch ein kurzes Telefonat mit dem Lieferanten hätte hier ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro verhindert werden können. Die Baustellenabsicherung und Bewachung ist eine moderne Sicherheitsdienstleistung, die vor allem in den letzten Jahren immer weiter an Profil hinzugewonnen hat. Dazu kann auch die Verhinderung von Schwarzarbeit gehören. Schwarzarbeit ist eine Straftat, von der auch der Bauherr betroffen sein kann, wenn er nicht die lückenlose Kontrolle der Arbeiter auf der Baustelle gewährleistet. Genau diese Gewährleistung kann ebenfalls mit in die Bewachung einer Baustelle miteinfließen.

Durch strukturierte Prozesse und einem funktionierendem Sicherheitskonzept können viele Schäden die durch Diebstahl und Vandalismus ausgelöst werden, verhindert werden. Welche Maßnahmen zur Schadensverhütung gibt es?

Mobile Kamerasysteme:

mobile-kamerasystemeModerne Kamerasysteme und entsprechende Mobileinheiten können den Bauherren als auch den Sicherheitsdienstleister aktiv bei der Überwachung von Baustellen helfen. Mit ihnen lassen sich sowohl ganze Liegenschaften als auch bestimmte Bereiche, wie Baustellen, Lagerflächen, Anlieferzonen oder hochwertiges Equipment effektiv schützen. Personen und Fahrzeuge werden automatisch erkannt. Aufgrund der hohen Genauigkeit solcher Kamerasysteme können Fehlalarme, wie sie beispielsweise durch Wildtiere oder auch Pflanzen entstehen, vermieden werden. Die Alarmauslösung erfolgt automatisch, sobald eine unbefugte Person oder ein Fahrzeug in dem überwachten Gebiet identifiziert wird. Es ertönt sofort ein akustisches Warnsignal. Zur selben Zeit wird die Leitstelle alarmiert. Alle Alarmaufzeichnungen werden vom System als Ereignisse markiert. Ist das Kamerasystem auf eine Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) aufgeschaltet, erfolgt bei Alarmauslösung eine sofortige Sichtung und Analyse der bertragenen Videoaufzeichnung durch speziell ausgebildete Sicherheitskräfte in der Leitstelle. Wurde der Alarm durch unbefugte Personen ausgelöst, wird der Interventionsdienst aktiviert.

Streifen- und Interventionsdienst:

Durch das Zusammenlegen von Revierfahrten können durch einen Dienstleister auch Baustellen in unregelmäßigen Zeiten mit bestreift werden. Handelt es sich um Bauprojekte wie eine Wohnsiedlung oder ein größeres Industrieobjekt, können sogar hierfür speziell ein Streifen- und Interventionsdienst eingesetzt werden. In der Kombination von mobilen Kamerasystemen können so Kosten und Personal bei der Bewachung eingespart werden.

Ein- und Ausgangskontrollen auf Baustellen:

container-bewachungDie ideale Ergänzung für die weitläufige Revierüberwachung sind die punktuellen 24h Ein- und Ausgangskontrollen auf den Baustellen selbst, damit Unbefugte das Gelände nicht einfach so betreten können. Kombiniert mit einer Zeiterfassung und Ausweissystem können  Sicherheitsdienstleister ein hohes Maß an Zugangskriterien schaffen. So ist auch sichergestellt, dass bei einem Unglück oder Zwischenfall schnell geklärt werden kann, ob noch jemand im Objekt vermisst wird. Besonders auf Baustellen sind im Falle von Rauch- und Brandentwicklung einige Maßnahme zu beachten. Oftmals findet man auf Baustellen noch keine ausreichende Fluchtwegebeschilderung oder diese Wege sind durch Leitern, Gerüste o.ä. verstellt. Mit dem Einsatz eines Zugangskontroll-Containers können Sicherheitsdienstleister nicht nur eine Kontrollstelle für die Ein- und Ausgangskontrollen stellen, sondern auch Aufenthaltsraum und Überwachungszentrale für zusätzliche Überwachungsysteme bieten.

Wachrundgänge auf Baustellen:

Wenn die Eingänge der Baustelle gesichert sind, heißt es, auch das Gelände selbst im Blick zu behalten. Teil einer Baustellensicherung ist dazu immer eine Patrouille auf dem Baugelände selbst. Teil der Rundgänge können auch Schließdienste und die damit verbundene Schlüsselverwaltung sein. Beim Schließdienst geht der Mitarbeiter während seiner Rundgänge zu verschließende Bereiche ab und sorgt nach Feierabend auf der Baustelle für zuverlässige Abschließung aller Zugänge. Ausgestattet mit erkennbarer Dienstkleidung, sowie in manchen Fällen auch mit Wachhund, kann die Baustellenbewachung durch Rundgänge durchgeführt werden. Dabei halten die Sicherheitsmitarbeiter sich an feste zu kontrollierende Orte, begehen diese aber in unregelmäßigen Zeiten. Potentielle Eindringlinge sollen die Rundgangzeiten auf der Baustelle nicht nachvollziehen können, um optimale Zeiten zum unbefugten Betreten des Geländes planen zu können.

Einsatz von Wächterkontrollsystemen:

Mit dem Einsatz von Wächterkontrollsystemen hat der der Sicherheitsdienstleister eine Kontrollmöglichkeit gegenüber seinen Mitarbeiter, aber auch eine Nachweis gegenüber des Kunden. Obwohl auf einer Baustelle meist recht viele Ortsveränderungen stattfinden, gib es wiederum Punkte, die von Anfang bis zum Ende einer Baustelle am selben Ort verbleiben. Das sind die richtigen Orte um eine Kontrollstelle für ein elektronisches Protokoliersystem zu installieren.

GPS-Überwachung:

gps-ueberwachungGerade Fahrzeugen und Maschinen eignen sich hervorragend für den Einsatz von GPS-Empfängern. Hier unterscheidet man zwischen aktiven und passiven GPS-Modulen.

Passive Module

Dies können mit der Bordelektronik verbunden werden. Wird die Maschine gestartet, so übermittelt sie entweder  in Sekundenabständen oder beim Abschalten der Maschine ihre Position.

Aktive Module

Diese senden in vorgegebenen Intervallen ihre Position an einen entsprechenden Empfänger. Dabei ist es egal, ob die Maschine gestartet wurde oder nicht. Diese aktiven GPS-Module werden direkt mit der Batterie der Maschine verbunden. Klemmt der Täter diese aus bestimmten Gründen ab oder wird der Batteriehauptschalter betätigt, so ist dieser Modul nur noch für eine begrenzte Zeit über eine Notbatterie im Modul selbst einsatzbereit.